Ich habe mich so gefreut!

von | Jun 28, 2020 | Mein Hundeleben, ohneumweg-unterwegs | 0 Kommentare

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Heute bin ich mal wieder dran mit Schreiben. Und das hat einen besonderen Grund. Es ist wieder Wandertag! Wir wandern endlich mal wieder mit der Wandergruppe aus Kikis und Rainers Kirche. Ich dachte schon, dass es die Gruppe nicht mehr gibt. Wir haben uns gefühlt ewig nicht getroffen. Da ist nicht zuletzt dieses Corona-Dingens dran schuld. Ich bin mal gespannt, wofür man dieses Dings noch alles verantwortlich machen kann. Da gibt es schon eine Menge und mir fällt auch schon ganz schön viel ein. 

Heute soll es rund um Dernau gehen. Hoch über der Ahr durch die Weinberge. Wir treffen uns kurz hinter dem Bahnhof. Während sich die Menschen auf Abstand begrüßen, darf ich näher dran und ich freue mich so dermaßen. Ich bin quasi völlig aus dem Häuschen. 

Das Wetter ist wandermäßig und genau richtig für Hundejungen. Während es gestern noch unerträglich heiß war und ich gar nicht vor die Tür gegangen bin, ist es heute im Vergleich fast kalt. Man sieht das hier auf dem Bild, die Menschen tragen lange Hosen, Jacken und Rainer natürlich eine Kappe. 

Für kurze zeit regnet es auch ein kleines bisschen. Die Menschen zücken voller Sorge ihre Regenkleidung und Regenschirme. Nachdem der letzte eingekleidet und gerüstet ist, hört der Regen auf und alles geht wieder rückwärts. Meine stille Hoffnung ist schon, dass das jetzt nicht ständig so geht. ist aber nicht so. Meine Hoffnung stirbt zuletzt. Regen sehen und spüren wir nicht mehr. 

Wenn ich so auf unsere Touren in der letzten Zeit zurück blicke, könnte man denken, dass in Deutschland nur Wein angebaut wird. Vielleicht ist das die Vorbereitung für die nächsten Viren, die so in den Umlauf kommen. Ich habe mal gehört, dass der Alkoholkonsum durch Corona auch gestiegen ist. Seht ihr, noch so ein Ding, an dem Corona schuld ist. 

An einem Teil der Tour wird es sogar geschichtlich. Wir stehen wir vor dem Hauptportal des ehemaligen Regierungsbunkers. Er ist aber nicht mehr aktiv und dient nur noch als Dokumentationsstätte. Der Bunker wurde kurz bevor meine Kiki geboren wurde fertig gestellt und ist über 17 Kilometer lang. In ihm hätten fast 1000 Menschen schlafen können und fast 900 arbeiten – Bunkeroffice. Insgesamt ist der Bunker aber ein eigenes Thema. 

Direkt vor dem Bunker befindet sich die Gedenkstätte des Lager „Rebstock“, ein Außenlager des KZ Buchenwald. Hier wurden Ende 1944 Menschen, die nach der damaligen Regierung nicht ins System passten, zu Arbeiten gezwungen. Hier war es die Rüstungsindustrie. 

Kurz vor Ende der Tour kehren wir alle – die Menschen mit Maske – ins Kloster Marienthal ein. Hier gibt es leckeren Flammkuchen und Wein – für die Menschen. Ich sitze wie gewohnt unter dem Tisch. Liege unter dem Tisch und bin müde. Es scheint so, dass es zur Zeit in jedem Restaurant ein Preisausschreiben gibt, denn alle Menschen füllen Zettel mit ihren Kontaktdaten aus. Oder sie suchen neue Freunde… Das kann natürlich auch sein. Vielleicht sind die Restaurants jetzt auch zu einer Kontaktbörse geworden. Hier findet man Menschen, die man sonst nicht gefunden hätte.  

Auf dem letzten Teil haben wir noch einmal einen wunderschönen Blick auf das Kloster mit der Kontaktbörse. 

Und endlich entsteht auch mal ein Bild von mir, quasi als Beweis, dass ich wirklich dabei war. 

Wa habt ihr an diesem Sonntag Schönes gemacht? Hattet ihr auch so tolle Erlebnisse? Schreibt es doch in die Kommentare!

 

 

©Pauli2020

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