Holy Evening*

von | Dez 24, 2014 | Kiki schreibt, mit 40... | 0 Kommentare

Der Artikel enthält unbezahlte Werbung, da Namen genannt werden.

Eigentlich wollen wir diesen Tag, obwohl viel Arbeit droht, ruhig und gelassen angehen und vor allem ausschlafen. Es ist Rainers erster Urlaubstag. Und es ist Heiliger Abend. Abgesehen von unserem Baum von weißer Weihnacht keine Spur. Unsere Eltern wollen heute Abend beide hier aufschlagen und wir sind für das Essen und eine angemessen saubere Wohnung verantwortlich. Meiner Erkältung, die ich mir aus den letzten Schultagen mitgebracht habe und die mich auf dem Boden der Tatsachen hält, sei Dank, dass ich das Bett aber schon um kurz vor acht verlasse. (Ich weiß, alle unter euch, die kleine Kinder haben werden jetzt bei dem Wort „schon“ den Kopf schütteln. Wir haben aber keine kleinen Kinder und ich habe dieses Wort mit Bedacht aus dem reichen Schatz unserer Sprache ausgewählt, um auszudrücken, dass ich kurz vor acht früh finde, wenn man sich vorgenommen hat auszuschlafen. Und Pauli ist nunmal ein Langschläfer! Glück gehabt :) ) Nicht die Erkältungssymptome treiben mich aus dem Bett. Es sind Begleiterscheinungen, die es mir schwer machen, zu liegen. Ich habe Rücken vom Liegen in den vergangenen Tagen :( (Gut, dass ich nicht auch Auge vom Fernsehen habe…)

Um dem Schmerz zu entfliehen begebe ich mich in die Küche und mache mich daran, den Berg voll Arbeit zu erklimmen. Heute Abend soll es Rouladen mit Semmelknödel und Rotkohl geben. Als Dessert eine Zimtsterncreme. Der Rotkohl steht schon fertig auf dem Balkon. Lief gestern schon durch den Thermomix und wartet auf eine Erwärmung. Aber das kann warten. Also begebe ich mich an die Rouladen. Sie werden im Römertopf zubereitet. Ich liebe dieses Gerät. Wenn man die Vorbereitung nicht zählt, geht alles wie von selbst. Während die Rindfleischlappen da so vor mir liegen, ich sie mit Pfeffer und Salz würze, mit Senf einstreiche und dann mit Schinken, Zwiebeln und einer Gewürzgurke bestücke, überlege ich, ob ich auch eine vegetarische Variante mache. Einfach mal auf den Schinken verzichten. Ich denke aber nur kurz darüber nach. Ruckzuck sind die Rouladen im Ofen und der Teig für die Semmelknödel ist fertig. Dann kommt Rainer aus dem Bett getappst. Wenig später der junge Hund. Jetzt ist es vorbei mit der Ruhe. Paddy ist schon länger aktiv und wartet auf Salat. Während ich die letzten Geschenke für Nachbarn und Freunde zusammenstelle, überlege ich, was wir jetzt mit dem restlichen Tag anfangen. Bis zur Christvesper sind es noch einige Stunden.

Mein Plan: Rainer geht mit Pauli eine Runde (denn ich bin ja krank!) und ich schreibe diesen wichtigen Artikel!

* Bevor ihr mich darauf aufmerksam macht: Mir ist durchaus bewusst, dass es den Begriff „Holy Evening“ im Englischen nicht gibt, auch wenn ich der Sprache nicht mächtig bin.

©KS2014

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.