Einfach mal Sinzig

von | Jul 8, 2020 | ohneumweg-unterwegs | 0 Kommentare

Der Artikel enthält unbezahlte Werbung, da Namen genannt werden.

Warum? Weil wir es können! Leider können wir nicht auf dem Platz stehen, den wir uns vorgenommen haben. Voll. Kein Wunder, Freitag Nachmittag 16 Uhr und Sommerferien in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz… Wobei Sinzig wohl eher nicht sommerferienanfällig ist… So stellen wir uns auf den Stellplatz am Festplatz. Im Nachhinein nicht der beste Platz, aber ok. 

Was dem Bonner sein Beethoven, scheint dem Sinziger sein Barbarossa. An so ziemlich jeder Ecke steht der gute Mann in auffallend bunten Gewändern. Außerdem ist sein Name in der Stadt allgegenwärtig: Barbarossaschule, BarbarossaStraße, Barbarossaapotheke, Barbarossamarkt, Barbarossakeller, …. Barbarossa hat vor seiner Krönung zum König im Jahr 1152 in der Stadt genächtigt und so tiefe Spuren hinterlassen.

 

Der Wohnmobilstellplatz am Festplatz liegt zentral In der Stadt und je nachdem wie man es sieht vor oder hinter dem Schloss. In etwa 100 Meter Entfernung verläuft die Barbarossastraße, die abends hin und wieder als Rennstrecke genutzt wird. Zudem ist der Platz ein Parkplatz, der auch von Wohnmobilen zum Übernachten genutzt werden darf. Campingverhalten ist nicht erlaubt. Da wir noch immer in der Coronazeit sind, finden hier im Moment keine Feste statt.

Die Angebote und Kosten in der Übersicht: 

Übernachtung: kostenfrei

Hunde: kostenfrei

Kurtaxe: keine

Strom: keine Anschlüsse vorhanden

Versorgung/Entsorgung: nein

Müll: eine Mülltonne vorhanden

Toilette/Dusche: nein

Bezahlung: nicht nötig

Brötchenservice: nein 

Reservierung: nein

WLAN: nein

Wir haben so unsere Rituale. Dazu gehört, dass wir uns nach der Ankunft in einem Ort einen Überblick über die allgemeine Lage verschaffen. In diesem Fall verschaffen wir uns den Überblick gleich zweimal. Einmal vor dem Abendessen und einmal danach. Einmal ohne Eis und einmal mit Eis. Die Innenstadt von Sinzig wirkt verlassen. Einige Restaurants haben geöffnet, aber viele Geschäfte, die Menschen anlocken könnten, finden wir nicht.

Unser Plan für dieses Wochenende: nach Bad Neuenahr schlendern, um die Brauerei „Bell’s Restaurant“ aus dem Buch „Stellplatzführer urige Brauereien: Bier-Erlebnis mit dem Wohnmobil“ zu testen. Die Tour wollen wir an der Ahr entlang laufen. Das sind etwa 12 Kilometer, eben, geteert. Rainer kommt jedoch mit der Information, dass direkt am Platz der Ahrsteig startet und schlägt vor, die Tour über die Berge zu gehen. Das machen wir! Und es ist die richtige Entscheidung. Zwar weitaus anstrengender und ein bisschen weiter, dafür aber so abwechslungsreich und wunderschön! Das Wetter ist zum Wandern genau richtig: trocken und wenig Sonne. Dafür strahlen jetzt die Fotos nicht so sehr. 

Auf der Schautafel am Platz ist das Höhenprofil der Tour angegeben und es erscheint sehr gut machbar. Der Weg verläuft anfangs zum großen Teil über breite und gut ausgebaute Wege. Teils Waldwege, teils geschottert (hier scheinen die Schulterstücke so spitz zu sein, dass Pauli in den Streik tritt und sich einen kurzes Stück tragen lässt. Zufrieden guckt er von Rainers Arm hinunter), teils durch Weinberge. Hin und wieder geht es durch einen kleinen Ort. Erst später kommen Stück, an denen der Steig den Namen Steig auch verdient. Von anderen Etappen, die wir schon gegangen sind, wissen wir das auch. Bei einer morastigen Bachüberquerung wird deutlich, dass Pauli das Unterscheiden zwischen Stein und Nichtstein noch üben muss. Die Masse trocknet zum großen Teil an dem kleinen Mann und muss später am Abend vor dem Eintritt in den Strada mit dem Flohkamm entfernt werden – sehr zum Ärger des kleinen Mannes. 

Den letzten Teil de Strecke gehen wir dann doch an der Ahr entlang und sind froh, dass es nur drei Kilometer sind. Der Weg ist angenehm, aber das war es auch.

Bei der Ankunft in dem Restaurant sind wir bereits hungrig und natürlich auch durstig. Wir entscheiden uns für das hauseigene Landbier und sind sehr zufrieden. Eine gute Wahl! Dazu gibt es Burger. Auch eine gute Wahl!

Pauli ist müde. Wir auch, können uns aber nicht unter den Tisch legen…

Mit dem Zug geht es zurück nach Sinzig-Bad Bodendorf und dann noch mal zu Fuß zum Stellplatz. Alles in allem etwa 23 Kilometer. 

Den Sonntag nutzen wir, um uns die Ahrmündung anzusehen. Es ist viel sonniger. Vom Stellplatz aus wandern oder spazieren wir Richtung Rhein, teils direkt am Fluss entlang, teils auf Radwegen. Pauli  nimmt hier und da ein kleines Beinbad. Fußbad kann man das ja nicht mehr nennen, denn er stürzt sich todesmutig bis zum Bauch in die Fluten. 

Ein sehr schönes Wochenende! Für das nächste Wochenende haben wir schon wieder ein paar Baustellen auf dem Zettel: Wasserpumpe austauschen und Schiebetür von innen neu verkleiden. Es gibt immer was tun!

©KS2020

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