Eine TTT in unserem Cookie

von | Mrz 5, 2019 | Do it yourself - DIY, ohneumweg-unterwegs | 0 Kommentare

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Warum eigentlich der ganze Aufwand um eine TrockenTrennToilette? Warum ändern wir ein funktionierendes System?

Wir sparen Wasser! Wir setzen keine Chemie mehr ein! Wir können unsere Toilette in jeder Mülltonne und jeder anderen Toilette entsorgen! Unsere TTT sieht stylisch aus und sticht damit auf jeden Fall ihre Vorgängerin!  Den ungenutzten Strom- und Wasseranschluss könnten wir jetzt bequem in eine Außendusche umbauen!

Ende November geplant und im März final umgesetzt! Das Thema TrockenTrennToilette beschäftigt uns schon geraume Zeit – angeregt durch unsere Freunde, die nun schon einige Zeit sauber trennen und endlos zufrieden damit sind. Vor etwa drei Monaten saßen wir gemütlich zusammen und nur wenige Tage später war unsere TTT fertig. Das nenne ich mal spontan! Selbst gebaut von eben jenem Freund – Jörg Beuning! Jetzt sind wir am Zug. Der Deckel und der Trenneinsatz muss gekauft werden. Wir bestellen bei der der Firma „Öko-Energie“ das Separett Privy 503. Dieser Schritt geht auch relativ schnell. Dann muss die Chemietoilette raus! Und wenn man genau hinsieht, dann muss hier wirklich was passieren, denn die Silikonabdichtung hat schon wider Risse bekommen… Ende Februar ist es für uns warm genug, um unter freiem Himmel solche Bastelarbeiten durchzuführen. Nicht ganz ohne Widerstand lässt sich unser altrosafarbenes Schmuckstück entfernen. 

Wir entfernen zuerst das gesamte Silikon um die Toilette herum. Dann müssen die beiden Schrauben oberhalb der Kassette entfernt werden. Sie sind mit Kunststoffteilchen abgedeckt. Bei uns ist es so, dass sich hinter der einen Abdeckung nur Silikon befindet, so denken wir zumindest. Erst später stellt sich heraus, dass hier der Kopf der Schraube abgebrochen ist und wir sie letztendlich heraushebeln müssen. Die andere Schraube lässt sich problemlos herausdrehen.

 

Im Küchenschrank befinden sich zwei weitere Schreiben, die den Toilettenblock halten. Die müssen wir selbstverständlich auch lösen. Problemlos!

 

Über Karneval soll dann die TTT eingebaut werden. Der Kasten aus Multiplexholz, der die Toilette darstellt, muss mit einer Lacklasur versehen werden. Ich streiche den von Jörg gefertigten Korpus mehrere Male, weil wir ja in dem Raum noch duschen wollen. Der Duschvorhang soll zwar die größte Feuchtigkeit abhalten, aber sicher ist sicher. Apropos Duschvorhang: Den Bestehenden – farblich passend zum Bad – müssen wir leider erneuern, weil er etwas zu kurz ist. Wirklich nur etwas, aber zu kurz ist zu kurz… Das bisherige Motiv ist nicht mehr aufzutreiben, daher entscheiden wir uns für einen Vorhang in einem fröhlichen Steingrau – auch passend zum Bad, nur nicht mehr so farbenfroh-fröhlich.   

Neben die Duschtasse baut uns Jörg auch noch ein Podest (auch Multiplex), damit die Toilette sicher stehen kann. Darunter verschwinden Stromkabel und Wasserschlauch für die Außendusche in spe.

Den kleinen Deckel haben wir noch mit einem Dichtungsband für Fenster versehen. Viele TTT-Besitzer haben noch einen Abzug eingebaut, der die unangenehmen Gerüche entsorgen soll. Darauf haben wir erstmal verzichtet. Wir haben sozusagen „Probegerochen“ und festgestellt, dass wir einen solchen Abzug nicht brauchen. 

Eine wichtige Frage ist noch die Ausrichtung der Toilette. Wieder so, wie es einmal war: Quer zur Fahrtrichtung? Oder in Fahrtrichtung? Wir entscheiden uns nach einem Probesitzen – keiner Probesitzung – für die Ausrichtung in Fahrtrichtung (zur Not kann man auch noch einen Gurt anbringen und so haben wir einen weiteren Sitzplatz….). Nicht ganz unwichtig ist dabei die Tatsache, dass ich so meine Beine noch auf den Boden bekomme. Anders würden sie kurz über der Duschtasse baumeln, was für eine richtige Sitzung nicht so passend ist und diese unter Umständen noch erschwert. Außerdem wäre quer zur Fahrtrichtung auch nur eine mittige Anbindung in Frage gekommen. Das ist bei Rechtshändern hinderlich zur ordentlichen Reinigung… Zur Fixierung haben wir die Toilette an die hintere Rückwand geschraubt. So können wir sicher gehen, dass sie sich während der Fahrt nicht selbstständig macht.

So funktioniert es: Der feste Bestandteil unserer Ausscheidungen wird getrennt von dem flüssigen Teil gesammelt und landet in einem Eimer, der mit einer Plastiktüte ausgekleidet ist (diese wird regelmäßig gewechselt) und wird nach jedem Geschäft mit Katzenstreu oder Sägespänen gebunden, die noch vorhandene Flüssigkeit wird aufgesaugt und dies verhindert den typischen unangenehmen Geruch. Der flüssige Teil läuft in den Kanister. Den Deckel kann man komplett abnehmen, um die Toilette zu entleeren. Beim Aufsetzen muss man darauf achten, dass der Trichter den Kanister genau trifft.

Ach, wir haben noch eine ganze Dose Tabletten für den Fäkalientank übrig. Will die jemand haben? Trefft uns auf dem nächsten Stellplatz!

Ein ganz dickes DANKE an dich, Jörg! Bei unseren Sitzungen werden wir ganz bestimmt an dich denken!

©KS2019

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