Ein Wochenende im Windecker Ländchen

von | Mai 24, 2020 | ohneumweg-unterwegs | 4 Kommentare

Der Artikel enthält unbezahlte Werbung, da Namen genannt werden.

Aus arbeitstechnischen Gründen kann das lange Wochenende nach Himmelfahrt erst am Freitag beginnen. Für diesen Tag ist abends Regen gemeldet. Das schreckt uns aber nicht ab, wir fahren trotzdem. Unser erster Halt ist der Stellplatz am Museumsdorf in Altwindeck. Der Platz dient in erster Linie als Parkplatz. Wohnmobile dürfen hier stehen. Wir richten uns ein und trinken einen Kaffee. Zum Glück nur einen Kaffee, denn nach kurzer Zeit bemerken wir, dass unsere Bordbatterie bei jedem Einschalten eines Verbrauchers in die Knie geht. Das würde bedeuten: kein Spülen und Duschen. Das Ausfahren der Trittstufe geht auch nicht, wäre aber verzichtbar. Die anderen Tätigkeiten sind für ein ganzes Wochenende schon eher nötig. Wir packen also alles wieder zusammen und fahren ein paar Kilometer die Sieg hinauf nach Herchen. Hier soll es Strom geben. Auf unserer Todo-Liste steht jetzt ganz oben: neue Bordbatterie! 

Der Wohnmobilstellplatz „Am Sportplatz“ in Herchen liegt zur einen Seite hin an der Sieg und zur anderen an einem Sportplatz. Coronabedingt ist hier wenig los und damit ist es ruhig. Einige Mobile stehen hier aber. Insgesamt dürfen hier fünf Fahrzeuge stehen, es sieht aber so aus, als ob man das nicht so eng sieht. 

Die Angebote und Kosten in der Übersicht: 

Übernachtung: keine

Hunde: kostenfrei

Kurtaxe: keine

Strom: 0,50 €/kWh

Versorgung: keine 

Entsorgung: keine 

Toilette/Dusche: nein

Bezahlung: nicht nötig  

Brötchenservice: nein

Reservierung: nein

WLAN: nein

Der Abend ist regnerisch und wir machen nicht mehr viel, nachdem wir uns eingerichtet haben. Wir genießen es, dass wir im Trockenen und Warmen sitzen können und trotzdem in unserem Strada sein können. Auch finden wir es ganz wunderbar, dass wir jetzt wieder Strom haben und so das Wochenende genießen können. Pauli muss sich natürlich noch einmal seine kleine Beinchen vertreten. Das sei ihm gegönnt! Wir gehen ein kleine Stück an der Sieg entlang. Sehr idyllisch.  

Der nächste Morgen ist kühl. Draußen frühstücken ist uns zu sportlich. Drinnen ist es auch schön. 

Gegen Mittag kommen Jötte. Mit ihnen machen wir eine schöne Wanderung nach Schladern. Wunderschön führt sie uns hauptsächlich durch Wald und an einigen Wiesen und Feldern vorbei. Es geht bergauf und auch bergab. Alles in einem angenehmen Maß. Besonders schön ist die Blütenpracht. Man hätte ein ganzes Album mit Fotos füllen können. 

Die vielen vertrockneten Nadelbäume machen uns traurig. Das Ausmaß der Trockenheit in den letzten Jahren ist hier ganz deutlich zu sehen… Eine Besserung ist in diesem Jahr nicht in Sicht. 

Das Bild hat Pauli aufgenommen. Es ist sein erstes Foto, das er geschossen hat. Er hat den Selbstauslöser auf der Uhr betätigt, indem er einmal elegant darüber geleckt hat. Dass er nicht in die Kamera guckt, ist seine Form von Understatement. 

Nach etwa 3 Stunden und 11 Kilometern kommen wir in Schladern an. Wir nehmen direkt den nächsten Zug wieder zurück nach Herchen. Menschen fahren mit Maulkorb, Hunde nicht. Was uns nicht ganz klar ist, der Zug hält in dem Ortsteil Herchen-Bahnhof. Wir laufen also wieder drei Kilometer zurück zu unseren Mobilen. 

Pauli inspiziert während des Abends – nach der Wanderung und vor dem Abendessen den neuen Strada ein bisschen, um ihn auch zu seinem Auto zu machen. Das ist gut, denn er wird darin ja sehr viel Zeit verbringen und da ist es gut, wenn er den Strada liebt. 

Ein sehr schönes Wochenende! Trotz der Widrigkeiten mit der Batterie und das bisschen Regen am Freitag. Was habt ihr am langen Wochenende so gemacht? Schreibt es doch in die Kommentare. 

©KS2020

4 Kommentare

  1. Liebe Gerhild, lieber Rainer,

    herzlichen Glückwunsch zum zweiten Ausflug mit Eurem Strada. Die eingetretenen Lockerungen von dem Corona-Stillstand nutzt Ihr gut aus. Dabei stellen wir fest, dass Ihr nun auch wagemutiger werdet. Nach dem Kurztrip in die Eifel, die als Jungfernfahrt deklariert war, nun eine etwa doppelt so lange Reise ins Windecker Ländchen, Richtung Siegen. Windeck ist aber Gerhild sicherlich noch bekannt von den Besuchen bei ihren Großeltern in Waldbröl. Durch Windeck sind wir von Waldesch aus nach Waldbröl gefahren. Das ist aber schon lange her.
    Zurück zum lobenswerten Wagemut. Ihr habt Euch sogar ins deutsche Mittelgebirge gewagt. Die Wanderung an der Sieg entlang ist sicherlich schön, aber diese Strecke ist ja mit den vielen Kurven und Steigungen nicht ganz ungefährlich. Sicherlich werdet Ihr demnächst weitere Wagnisse auf Euch nehmen und dann einfach diesen Weg weiterfahren. So kommt Ihr auf die B 62, die über das Roothaargebirge führt. Die Gefahren dort könnt Ihr auch noch meistern. Dann geht´s ab ins Lahntal und dann immer weiter bis nach Marburg. Habt nur Mut, das schafft Ihr auch noch ! Dort findet ihr Eure Eltern. Also, wir freuen uns über Euren Wagemut !
    Herzliche Grüße
    Mama und Papa

    Antworten
    • Liebe Mama, lieber Papa,
      wir werden euch besuchen und haben uns dafür auch schon einen Termin ausgeguckt!
      Liebe Grüße
      Kiki

      Antworten
  2. Das sieht ja echt erholsam aus! Schöne Natur, schöne Menschen;)

    Antworten
    • Danke! Wunderschöne Menschen ;)
      LG Kiki

      Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.