Bonn, deine Mülleimer

von | Sep 9, 2017 | Bonn, ohneumweg-zuHause | 0 Kommentare

Heute geht es im weiteren Sinn um den Darmbereich und das, was damit zusammenhängt. Ein Thema, das nicht sehr viel Appetit hervorruft, aber dennoch von enormer Wichtigkeit ist. Vor einiger Zeit kam man in Bonn auf die Idee, die städtischen Hundekotbeutel entfernt. Zu teuer.  Ein großer Aufschrei ging damals durch die Hundebesitzer. Als verantwortungsbewusster Hundebesitzer ist man nun gezwungen, sich selbst diese Beutel zu kaufen und immerzu mit sich zu tragen. Grundsätzlich auch gar kein Problem. Die Tüten sind erschwinglich und unauffällig zu transportieren. Ein zwei Tüten in die Hosentasche und gut ist. Außerdem dürfen wir für die Hundesteuer keine Gegenleistung erwarten. Das ist klar! Wir verstehen das. Wir sind sehr bemüht jeden Haufen von unserem Pauli zu entfernen.  Es gelingt uns auch in den meisten Fällen. Lediglich, wenn wir in ein  Gebüsch krabbeln müssten, um Pauli Hinterlassenschaften zu entfernen, nehmen wir davon Abstand. Generell ist unsere Einstellung folgende: Es ist nichts unangenehmer, als Hundehaufen am Schuh. Genau das wollen wir unseren Mitmensch ersparen und wünschen uns auch, dass man uns dies erspart.

Gefühlt im gleichen Atemzug wurden damals auch die öffentlichen Mülleimer reduziert. Dieser Trend hält weiter an. Hatten wir früher – wir reden über einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren – zwei Mülleimer in unmittelbarer Nähe zu unserer Wohnung, müssen wir heute viel weiter gehen. Die meisten gefüllten (!) Hundekotbeutel werfen wir zu Hause in die Mülltonne. Das wiederum bedeutet, dass wir teilweise über einen Kilometer mit den dekorativen Beuteln angenehm duftend durch die Straßen laufen. Heute hat es aber dem Fass den Boden ausgeschlagen: 1,43 km bin ich in der oben beschriebenen Art auch die Straßen gelaufen, weil der Wandermülleimer* unter der Reuterbrücke nun auch nicht mehr aufzufinden ist.

Diese Kombination – keine Hundekotbeutel mehr und weniger Mülleimer – ist eine schwierige, wenn nicht schlechte Verbindung. Wie man oben sieht, wissen sich die Menschen zu helfen.

*der zwischen parkenden Autos stehende der Abfalleimer am genannten Ort scheint Beine zu haben, denn er steht immer mal woanders. Vielleicht macht er aber auch gerade Urlaub. Immerhin sind noch Ferien.

©KS2017

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