DIY – Sauerkraut

von | Feb 7, 2018 | Do it yourself - DIY | 0 Kommentare

Der Artikel enthält unbezahlte Werbung, da Namen genannt werden.

Winterzeit ist Kohlzeit. Da liegt es nahe, dass wir uns einmal an das Erlebnis des Sauerkrautstampfens begeben. Angeregt wurden wir dazu von Trailfreunden. Direkt nach Weihnachten – an Rainers Geburtstag und unserem 11. Hochzeitstag – ist dies das angemessene Programm. Gemeinschaftliches Arbeiten verbindet. Das nötige Material haben wir vorher schon besorgt: Gärtopf (wir haben uns für die 5-Liter-Variante entschieden), Kohl, Stampfer. Im Laufe des Tages erweisen sich auch Fahrrad- oder Segelhandschuhe als ganz praktisch. Außerdem benötigt man natürlich Salz, Gewürze, Schüsseln, Messer und Schneidebretter.

Für unser Sauerkraut nehmen wir:

6,5 kg Kraut – Weißkohl, Spitzkohl

15 g Salz pro kg Kohl

Gewürzmischung aus Senf, Wacholder, Piment, Nelken, Lorbeer, Pfeffer

Zeitbedarf: lange

Das Kraut schneiden wir in feine Streifen, nachdem die Köpfe geviertelt und entstrunkt wurde. Einige äußere Blätter müssen ungeteilt aufbewahrt werden, sie dienen später als Trennschicht zwischen dem gestampften Kraut und dem Stein, der die ganz Masse beschweren soll. Das Kraut wird schichtweise in den Gärtopf gegeben, mit Salz und Gewürzen bestreut und dann gestampft. Ziel ist es, dass die Zellflüssigkeit austritt, oder der das Kraut später baden oder besser gären soll. Zu Beginn tritt kaum Flüssigkeit aus oder wir bemerken sie nicht. Es wird also gestampft und gestampft. Als der Kohl aus ist, ist der Topf erst zu Hälfte gefüllt. Rainer geht also noch einmal los und kauft einen weiteren Kopf Weißkohl. Mit diesem kommen wir unserem Ziel näher. Nach je zwei Köpfen Weiß- und Spitzkohl ist der Topf gefüllt.Wir legen die Blätter auf, die wir zu Beginn übrig gelassen haben und beschweren das Ganze mit den zugehörigen Steinen. Jetzt stellen wir den Topf etwa 8 Tage in die Küche ans Fenster. So kann er noch ein bisschen die Aussicht genießen, bevor er für fast zwei Monate in den Keller muss. Der obere Rand des Topfes verfügt über einen Rand, der mit Wasser gefüllt werden muss, damit in den Topf keine Luft kommt. Gärgase, die sich im Topf befinden, können über kleine Löcher im Deckel, die durch das Wasser in der Rinne abgesperrt werden, austreten.

Am Abend, in der Nacht und auch noch folgenden Tag leide ich unter starken Schmerzen in den Armen und im Schultergürtel. Bekannt als das sogenannte Sauerkrautsyndrom :)

Achtunddreißig Tage nach unserem Stampfen wagen wir einen ersten Blick. Der Geruchstest fällt positiv aus. Erleichterung. Hätte ja auch vergehen können, in welcher Art auch immer. Der Geschmackstest fällt ebenfalls positiv aus. Wir lassen den Kraut aber noch einige Tage. Das nächste Mal schneiden wir auch feinere Streifen, obwohl ich mich glaube zu erinnern, dass die ersten Streifen feiner waren. Lassen wir uns überraschen ;-)

©KS2108

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